Samstag, 8. Juni 2013

Tag 7: What a Ride!

Los Angeles

Der siebte Tag war gänzlich der Stadt der Engel gewidmet. Nach ausgiebigem SuperStart Continental Breakfast ging es bei wolkigen 18 Grad Celsius zunächst zum Venice Beach. Wieder einmal bestätigte sich, dass dieser beinahe schon legendäre Strand ein Laufsteg für Surfer, Jogger, Künstler und Touristen, aber eben auch ein Tummelplatz von Neppern und Freaks ist. Seine Ruhe hat man im Grunde nur abseits der Uferpromenade. Daher orientierten wir uns auch direkt in Richtung Meer, wo wir recht ungestört die Brandung und die Wellen genießen konnten.

Freitag, 7. Juni 2013

Tag 6: Straight Into Compton, Straight Outta Compton


San Diego > Los Angeles (212km)


Nachdem wir einen angenehm ruhigeren Tag in San Diego verbracht hatten, ging es am nächsten Tag weiter nach Los Angeles. Nach kurzer Fahrt kamen wir gegen 12:00 in der Stadt der Engel (und Teufel) an. Da wir im Hotel erst ab 14:00 einchecken konnten, beschlossen wir uns schonmal die Watts Towers anzuschauen. Die bis zu 30 Meter hohen Türme bestehen aus Schrott, Müll und Beton, und wurden von 1921 bis 1954 von dem italienischen Einwanderer Sabato "Simon" Rodia in gleichnamigen Stadtteil errichtet. So weit so gut. Was wir aber nicht wussten: Die Türme liegen in direkter Nachbarschaft zu Compton. Zur Erinnerung für alle Nicht-Rapper: Compton ist seit den späten 1980ern für die Bandenkriege zwischen den Bloods und Crips bekannt und zählt nach wir vor zu den gefährlichsten Städten der USA. Als wir merkten, dass uns das Navi direkt dorthin lotste, war es auch schon fast zu spät. Also fuhren wir mit leicht mulmigem Gefühl im Magen schnurstracks weiter und verdrückten uns direkt auf den nächsten Freeway. Auch wenn wir hier jetzt wahrscheinlich der Stadt und seinen Einwohnen Unrecht tun - das war uns dann doch nicht geheuer, und man muss das Schicksal ja nicht herausfordern...

Donnerstag, 6. Juni 2013

Tag 5: Sonne, Strand, Seehunde und ein neues Auto

San Diego

Tag 5 stand ganz im Zeichen von San Diego. Nach dem Pensum der letzten Tage wollten wir es mal etwas ruhiger angehen lassen. Auf dem Programm standen der Besuch der USS Midway und ein Ausflug nach La Jolla.

Zunächst ging es allerdings erstmal zu Alamo, da unser Dodge Journey seit 200 Meilen eine Ölwarnung anzeigte. Nach einigem Hin und Her stand fest, dass wir unseren treuen Reisegefährten umtauschen mussten. Als Ersatz wurde uns ein Chevrolet Captiva gegeben, der sich jedoch nach und nach als Downgrade entpuppte. Weniger Leistung, etwas kleiner und ohne die ein oder andere Annehmlichkeit, die wir an "unserem" Journey lieben gelernt hatten. Mal schauen, vielleicht kommen wir uns im weiteren Verlauf unseres Road Trips ja doch noch ein wenig näher.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Tag 4: Von der Wüste an die Küste

Kingman > San Diego (566km)

Am vierten Tag ging es von Kingman durch den Joshua Tree National Park nach San Diego. Nach ca. drei Stunden Fahrt erreichten wir diesen dann auch ohne weitere Zwischenfälle gegen 11:00. Nachdem wir unseren America the Beautiful Annual Pass am North Entrance vorgezeigt hatten, begrüßten uns auch schon die ersten Namensgeber dieses Nationalparks. Bei dem Joshua Tree handelt es sich um eine Palmlilie aus der Familie der Agavengewächse, die ihren Namen von durchziehenden Mormonen erhielten, welche die dünnen ausgestreckten Äste mit den Armen des alttestamentlichen Volksführers Josua verglichen, der den Israeliten den Weg ins gelobte Land wies.

Dienstag, 4. Juni 2013

Tag 3: Von Canyon zu Canyon

Page > Kingman (579km)

Auch Tag 3 hatte es sowohl bezüglich der Strecke, als auch der Sehenswürdigkeiten in sich. Es ging von Page nach Kingman, auf dem Programm standen der Lower Antelope Canyon und der Grand Canyon.

Nachdem wir uns im Hotel ausreichend gestärkt hatten, ging es von Page zum nahe gelegenen Lower Antelope Canyon. Der Canyon befindet sich auf dem Reservat der Navajo, die auch sämtliche Touren durchführen. Unser Guide während der knapp einstündigen Tour war Bridget, die uns überaus geduldig und freundlich durch die beeindruckende Schlucht des Lower Antelope Canyons leitete, und uns immer wieder auf besonders bemerkenswerte Formationen oder Blickwinkel hinwies. Da wir wieder einmal früh aufgebrochen waren, hatten wir auch das Glück in einer mit 10 Personen recht kleinen Gruppe zu sein, sodass sich immer wieder hervorragende Möglichkeiten für Bilder boten.

Tag 2: Feurige Felsen und ein sagenhafter Sonnenuntergang

Las Vegas > Page (562km)

Für unseren ersten vollen Tag hatten wir uns gleich eine ambitionierte Teilstrecke vorgenommen: Von Las Vegas nach Page. Auf dem Programm standen dabei der Hoover Dam, der Valley of Fire State Park und der Lower Antelope Canyon. Aber wie es mit Plänen so ist: erstens kommt alles anders, und zweitens als man denkt... :-)

Zunächst erübrigte sich unsere ursprünglich anvisierte Abfahrtszeit. Statt um 07:30 waren wir bereits um 05:30 glockenhellwach. Schlaflos in Hochheim, schlaflos in Vegas. Der Jet Lag lässt grüßen...

Somit ging es bereits um 06:30 los. Als ersten "Point of Interest" steuerten wir daher direkt einen Seven Eleven an und versorgten uns mit leckerem Brazilian Dark Roast. Dieser etablierte sich auch direkt - neben den gewohnt leckeren Heißgetränken von Starbucks - als Koffeinstandard für den Rest unserer Reise (zumindest für Andy und mich, Daniel ist kein Kaffeetrinker). Und bei der Gelegenheit bestückten wir unseren frisch erstandenen Cooler auch gleich mit Eis.

Weiter ging es Richtung Hoover Dam. Auf dem Weg dorthin nahmen wir den ausgeschilderten Lake Mead Vista Point mit, und wurden nicht enttäuscht. Der Blick auf den durch den Hoover Dam kreierten Stausee war wirklich beeindruckend. Und das schönste: Da wir bereits so früh auf unsere erste Tagesetappe aufgebrochen waren, konnten wir völlig alleine und ungestört von lästigen Touristen den Anblick genießen. Tsja: The early worm catches the lake! :-)

Tag 1: "The Eagle Has Landed"

Frankfurt > Las Vegas

Nach Monaten voller Planung und Vorfreude war es nun also endlich soweit: Der Tag des Abflugs war gekommen. Am Abend zuvor hatten wir uns nochmal standesgemäß vorbereitet, und im Kino Hangover 3 angeschaut.

Geplanter Abflug ab Frankfurt war 12:30, die Abfahrt in Hochheim für 09:00 angesetzt. Somit also ausreichend Zeit, um nochmal richtig auszuschlafen. Eigentlich - denn Andy und ich waren natürlich bereits um 05:30 glockenhellwach. Kurz nach 09:00 ging es dann aber doch pünktlich zum Flughafen. Check-In und Boarding verliefen ohne Probleme.