Chicago > Columbus
Bei einem Road Trip ist die Reise an sich meistens das eigentliche Ziel. Ab und zu gibt es aber auch Tage, an denen man nur von C (wie Chicago) nach C (wie Columbus) kommen will. Dabei war dieser Teil der Strecke von vornherein als Transit konzipiert, da die komplette Fahrt knapp 1.200 Kilometer lang ist, was wir uns in einem Stück wirklich nicht antun wollten. Dann lieber ein Zwischenstopp. Um diesen mit 577 Kilometern zweitlängsten Abschnitt unserer Reise zeitig zu absolvieren, ging es früh aus den Federn (ja - im Urlaub ist 06:00 Uhr früh). Frühstück To Go gab es bei unserem seit Kanada ins Herz geschlossenen Tim Hortons. Die übrige Passage durch drei US-Staaten - Illinois, Indiana, Ohio - war außer gelegentlichen Flüssigkeitsstopps (Input & Outp
ut) im Grunde recht ereignisarm. Gegen 15:00 erreichten wir schließlich Columbus. Der Rest des Tages beschränkte sich auf Waschen, Einkaufen und Ausruhen. Wie gesagt: alles eher unspektakulär. Aber während eines dreiwöchigen Road Trips müssen, können und dürfen derartige Tage auch mal sein. Um Gas zu geben muss man eben ab und zu auch mal tanken... ;-)
West goes East. Nach unserem unvergesslichen Road Trip an der Westküste der Vereinigten Staaten in 2013 konnte es nur eines geben: Auf in den Osten - mit Verstärkung! Auf und mit diesem bescheidenen Blog wollen wir erneut unsere kleine Reise an der Ostküste der USA dokumentieren, kommentieren und teilen. Enjoy!
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Mittwoch, 15. Juli 2015
Dienstag, 14. Juli 2015
Tag 10: Two Roads Diverged...
ChicagoHeute trennten sich zum ersten Mal unsere Wege: während Maria, Daniel und Andy dem Museum of Science and Industry einen Besuch abstatteten, zog es mich ins Art Institute of Chicago. Mit einem Bestand von insgesamt ca. 300.000 Kunst- und Kulturwerken aus fünf Jahrtausenden zählt das Museum zu einem der bedeutendsten weltweit. Berühmt ist das Art Institute vor allen Dingen für seine Sammlung an Impressionisten, Post-Impressionisten und amerikanischer Kunst. So finden sich hier neben Vincent van Goghs 'La Chambre à Arles' (1888) und Georges Seurats 'Un dimanche après-midi à l'Île de la Grande Jatte' (1884-86) auch Grant Woods ikonisches Meisterwerk 'American Gothic' (1930) und Edward Hoppers legendäres Gemälde 'Nighthawks' (1942). Weitere Werke von Georgia O'Keefe (z.B. Cow's Skull with Calico Roses), Jackson Pollock (z.B. Greyed Rainbow), Roy Lichtenstein (z.B. Mirror #3 (6 Panels)) und Jasper Johns (z.B. Flag) machen das Art Institute zu einem absoluten Muss für jeden Kunstliebhaber (und Amerikanisten). Sehr beeindruckend und sehenswert sind auch die Skulpturen von Charles Ray, und die America Windows von Marc Chagall, der ja unter anderem auch die neun biblischen Kirchenfenster für St. Stephan in Mainz gestaltete.
Montag, 13. Juli 2015
Tag 9: Die Windige Zwiebel
Um den Spitznamen von Chicago - The Windy City - ranken sich zahlreiche Geschichten und Legenden. Laut einer Auslegung leitet sich der Name von dem Wort 'Shikaakwa' (in etwa 'wilde Zwiebel' oder 'Stinktier') aus der Sprache der Potawatomi ab. Eine andere Interpretation bezieht sich auf die Bewerbung Chicagos um die Weltausstellung 1893. Um die starke heimische Konkurrenz aus New York, St. Louis und Washington auszustechen, bauschte man die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten angeblich ein wenig auf, blies sich quasi ein wenig auf. "Don’t pay any attention to the nonsensical claims of that windy city. Its people could not build a World’s Fair even if they won it", soll die New York Sun damals geschrieben haben. Die passendste - wenn möglicherweise ebenso wenig wahre - Erklärung bezieht sich auf den starken Wind, der oft vom Lake Michigan her weht, auch wenn Chicago faktisch nicht windreicher ist als andere amerikanische Städte auch. Nichtsdestrotrotz: windig ist es in der 'City by the Lake' auf jeden Fall, wie wir während unserer knapp drei Tage ausgiebig erleben durften.
Sonntag, 12. Juli 2015
Tag 8: Old Friends & Old Places
| Beaumont Tower |
Nach nur einem Tag in Detroit stand heute ein ca. 450 Kilometer langer Trip nach Chicago auf dem Plan. Und da wir in der Nähe meiner alten Alma Mater, der Michigan State University, waren, legten wir einen kurzen Stopp in East Lansing ein. Bei einem knapp einstündigen Spaziergang über den Campus, vorbei am neuen Eli and Edythe Broad Art Museum, dem modernisierten Spartan Stadium, der neuen Bronzestatue von Sparty, dem Beaumont Tower und der MSU Union gab es ausgiebig Gelegenheit in der Vergangenheit zu schwelgen und sich an viele schöne Erlebnisse und Ereignisse zu erinnern. Und natürlich wurde bei der Gelegenheit auch wieder der persönliche Bestand an universitären Devotionalien aufgefüllt und aktualisiert. Nachdem wir unseren Wagen aufgetankt und unsere Vorräte bei Meijer, einer regionalen Supermarktkette, aufgefüllt hatten, ging es schließlich in Richtung Chi-Town. Dort trafen wir Chris und Abby, alte Freunde von Andreas und seinen beiden Brüdern, die uns toller- und dankbarerweise zu sich eingeladen hatten. Bei reichlich Surf & Turf - gegrilltem Lachs und Steak - sowie selbstgebrautem Bier bot sich viel Zeit und Gelegenheit über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges zu reden. Ein insgesamt sehr angenehmer und schöner Abend und ein gelungener Auftakt unseres insgesamtknapp dreitägigen Chicago-Aufenthalts.
Freitag, 3. April 2015
Sleep. Eat. Drive. Repeat: Unsere Hotels (East Coast Edition)
Wie bereits erwähnt, sind alle Hotels und Herbergen mittlerweile gebucht. Und wie beim letzten Road Trip haben wir uns auch dieses Mal die einzelnen Etablissements Pi mal Daumen untereinander aufgeteilt, und die Differenzen dann wieder per Überweisung oder Naturalienhandel ausgeglichen. Während wir jedoch vor zwei Jahren mehrere (Lower Budget) Hotels/Motels im Programm hatten, sieht die Sache dieses Jahr ein wenig anders aus. Da wir uns hauptsächlich in Großstädten aufhalten, kamen im Grunde nur Hotels mit relativ zentraler, idealerweise fußläufiger, Lage in Frage. Zudem sind dieses Mal drei Übernachtungen hinzugekommen, sodass wir insgesamt knapp 200 Euro mehr bezahlen als bei unserem West Coast Road Trip vor zwei Jahren. Und der aktuelle Eurokurs ist wahrscheinlich auch nicht ganz unschuldig an den höheren Kosten...Dafür haben wir aber auch ein paar wirklich schicke Unterkünfte dabei, darunter insbesondere das 4-Sterne-Hotel 'Revere Boston Common', das direkt an den Niagarafällen gelegene 'Sheraton on the Falls', das 'MotorCity Casino Hotel' in Detroit, und - last and certainly not least - das von William Randolph Hearst erbaute 'Warwick' in New York, welches im Laufe der Jahre und Jahrzehnte so illustre und bekannte Gäste hatte wie James Dean, Elizabeth Taylor, Elvis Presley, Cary Grant, die Beatles, und .... - leider - auch Mahmoud Ahmadinejad, was 2011 für einiges an Aufregung gesorgt hatte.
Auch dieses Mal möchten wir uns ganz herzlich bei Oli vom TUI ReiseCenter Oberursel für die Buchung des Flugs, des Mietwagens und des Warwick, und bei Tina für die Unterstützung bei den Best Western Hotels bedanken! Ihr seid auf unserem Trip in unseren Herzen und Gedanken!
Sonntag, 22. März 2015
On the Road Again: Unsere Reiseroute (East Coast Edition)
An dieser Stelle möchte ich daher unsere geplante Reiseroute vorstellen. Die Strecke stand dabei im Grunde schon recht früh fest, lediglich bei der jeweiligen Aufenthaltsdauer und etwaigen Zwischenstopps gab es am Ende noch einmal Änderungen. So entschlossen wir uns z.B. bei Chicago einen Tag abzuzwacken, damit die Fahrt von Boston zu den Niagarafällen, mit Zwischenstopp in der Destiny USA Shopping Mall, nicht allzu stressig wird. Und auch die recht lange Strecke von Chicago nach Washington haben wir durch eine Übernachtung in Columbus entschärft.
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